Wind- und Solarstrom-Preise sinken drastisch

20 Juni 2016 981 views Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Teaser-Energiedarlehen-IWind- und Solarstrom sind bereits heute konkurrenzfähig. Und nach einem aktuellen Bericht der International Renewable Energy Agency sinken die Kosten kräftig weiter. Gewinner dieser Entwicklung sind die Umwelt, alle Verbraucher und künftige Generationen – wenn die Investitionen in Erneuerbare Energien noch deutlich weiter steigen.

In den vergangen sieben Jahren fielen die Preise für Solarmodule um rund 80 Prozent und die Preise für Windkraftanlagen um 30 bis 40 Prozent. Nach dem heute (15.06.2016) in Abu Dhabi veröffentlichten Bericht ‚The Power to Change‘ der Internationalen Renewable Energy Agency (IRENA) werden die Preise weltweit noch weiter kräftig fallen. Die durchschnittlichen Kosten für Strom aus Windkraftanlagen auf dem Land könnten bis 2025 um 26 Prozent sinken – aus Solarmodulen sogar um 59 Prozent.

Bis 2025 würden so die Stromkosten im globalen Durchschnitt für Strom aus Windanlagen an Land und Photovoltaik auf vier bis fünf Eurocent pro Kilowattstunde (kWh) sinken. Damit werden sie deutlich günstiger sein als die Stromerzeugung aus Atomreaktoren und fossilen Kraftwerken.

 

Grafik: © DW, Quelle: IRENA.org

Grafik: © DW, Quelle: IRENA.org

Preisbrecher Photovoltaik

Eine fast unglaubliche Dynamik erlebt die Stromerzeugung aus der Photovoltaik: Im Jahr 2010 kostete der Strom aus Solarmodulen noch zwischen 25 und 35 Eurocent pro kWh. Fünf Jahre später, 2015, war der Strom aus neuen Modulen schon zwei Drittel günstiger, im globalen Durchschnitt bei nur noch 10,7 Eurocent pro kWh. Durch eine effizientere Produktion und effizientere Module geht die Kostensenkung weiter zügig voran: Nach Angaben von IRENA könnten die Kosten für Strom aus den Solarmodulen bis 2025 um 59 Prozent sinken. Im globalen Schnitt würde der Strom dann weniger als fünf Eurocent pro kWh kosten.

Zugleich betonen die Experten aber, dass diese Investitionen zur Erreichung der Klimaschutzziele nicht ausreichen:

Zur Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad müssten die Investitionen in die Erneuerbaren um rund 70 Prozent höher sein.

Im Vergleich zu den Prognosen von Bloomberg könnte nach Einschätzung der IRENA die Kostensenkung von Wind- und Solarkraft schneller gehen. Die IRENA-Experten betonen in ihrem Bericht jedoch auch immer wieder das Wort „können“ und die Bedeutung der Politik. „Um mit der Energiewende fortzufahren, müssen wir jetzt den politischen Fokus auf noch größere Kostensenkungen richten und damit die enormen wirtschaftlichen Chancen nutzen“, betont Amin und zeigt sich überzeugt, dass das geht. „Die Gewinner dieser Transformation sind die Verbraucher, die Umwelt und die zukünftigen Generationen.“

Den kompletten Artikel finden Sie hier unter dw.com.

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Schwerpunktthemen: Aktuelles, Photovoltaik, Windkraft, Wissenswert
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