Missverständnis 8: PV-Strom ist eine Zukunftslast

9 Oktober 2012 2.669 views Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Die im Jahr 2011 ans Netz angeschlossenen 7,5 GW an PV-Anlagen werden ca. 25 Jahre lang ca. 6,7 TWh pro Jahr sauberen Strom liefern. Die Betreiber erhalten 20 Jahre lang eine Vergütung um 25 ct/kWh, je nach Anlagenart.

Ein Musterhaushalt mit drei Personen und einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlte im Jahr 2011 rund 25 ct/kWh [BDEW2]. Im Jahr 2031 würden das bei gleichbleibender Preisdynamik (4,3% jährliche Steigerung) um 58 ct/kWh sein – wenn wir den PV-Ausbau nicht weiter voranbringen. Die kurzfristige Mehrbelastung durch PV in den nächsten Jahren macht sich langfristig durch stabilere Strompreise bezahlt.

Die tatsächlichen Kosten und Risiken der nuklear-fossilen Stromgewinnung sind hingegen nicht überschaubar. Sie entstehen größtenteils in der Zukunft (CO2-induzierten Klimakatastrophe, Nuklearunfälle, Endlagerung von Atommüll, Nuklearterrorismus, Ewigkeitslasten), ein Vergleich ist deshalb schwierig. Die Risiken der Atomkraft werden von Fachleuten allerdings so hoch eingeschätzt, dass keine Versicherung oder Rückversicherung der Welt sich zutraut, Policen anzubieten. In Folge dessen versichert im Wesentlichen der Steuerzahler die Atomindustrie, zwangsweise, denn die Deutschen sind seit vielen Jahren mehrheitlich gegen Kernenergie.

Hier finden Sie weitere Beiträge aus unserer Reihe zum Thema Missverständnisse über die Photovoltaik.

Quelle: Fraunhofer-Institut (pdf)

 

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Schwerpunktthemen: Photovoltaik, PV Missverständnisse
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