„Mega-Chance für Effizienzwende verpasst“

12 August 2016 2.755 views Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

„Die Gesetzesnovelle zur Energieeinspeisevergütung EEG zementiert den Wettbewerbsnachteil des innovativen Mittelstands. Es braucht dringend eine Effizienzorientierung.“ So lautet die Einschätzung in einem Gastbeitrag in der aktuellen Ausgabe des Newsletters „Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments“.

Weiter heißt es in dem Gastbeitrag von Dr. Katharina Reuter: „Der Beschluss der EEG-Novelle lässt Kopfschütteln und Unverständnis zurück. Hatten CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag noch vereinbart, dass besondere Ausnahmeregelung für stromkostenintensive Unternehmen an die Umsetzung von wirtschaftlich und technisch sinnvollen Energieeffizienzmaßnahmen geknüpft werden soll, wurde nun eine Ausweitung der Befreiungen beschlossen. Sie zahlen – anders als die Bürger und die restlichen Unternehmen – nur einen Bruchteil der EEG-Umlage. Damit wird nicht nur ein unfairer Wettbewerbsvorteil für große Unternehmen zementiert, sondern auch die Mega-Chance der Effizienzwende verpasst. Das ist fatal angesichts des gestiegenen Energieverbrauchs 2015. Die Bundesregierung stellt sich mit ihrem Beschluss zudem gegen den innovativen Mittelstand. Das ist ungerecht. Auch für alle anderen Stromverbraucher – sie zahlen den Preis für die Vergünstigungen. 2425 Industriekonzerne haben beantragt, 2017 nur einen Bruchteil der EEG-Umlage zahlen zu müssen. Die Entlastungssumme über voraussichtlich erneut rund fünf Milliarden Euro müssen nicht-befreite private Haushalte und kleine Betriebe tragen.“

Der Newsletter „Handelsblatt Business Briefing Nachhaltige Investments“ kann kostenlos abonniert werden unter www.handelsblatt-nachhaltigkeit.de

Artikelstichwörter: ,
Schwerpunktthemen: Aktuelles, Energiewende, Wissenswert
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...

Keine Kommentare möglich.